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Knorpelregeneration

Knorpelschaden

Gelenkknorpel besitzt aufgrund der fehlenden Blutgefässe und des geringen mitogenen Potenzials der Chondrozyten eine nur begrenzte Regenerationskraft. Eine selbstständige Heilung eines Defektes ist nicht möglich.

Ein unbehandelter Defekt kann je nach Ort und Grösse weiter voranschreiten und schliesslich zu Osteoarthritis führen. Um diesen destruktiven Vorgang zu verhindern, ist das Ziel der Gelenkknorpelchirurgie die Regeneration der Struktur und Funktion des hyalinen Knorpels.

 

Therapieansatz von Geistlich

Der Fokus von Geistlich liegt auf regenerativen minimal-invasiven Methoden und der Entwicklung von Produkten, die Selbstheilungsprozesse des Körpers unterstützen. Das Ziel ist es, eine  Reparatur des artikulären Knorpels zu erreichen, den Patienten von Schmerzen zu befreien und das Fortschreiten des degenerativen Prozesses zu verlangsamen. Abhängig vom Alter und der Aktivität des Patienten, erhält dieser therapeutische Ansatz den gewohnten Lebensstil oder verlängert den Zeitraum bis alternative Behandlungsmethoden wie eine Gelenkprothese in Betracht gezogen werden müssen.

"AMIC® kombiniert Mikrofrakturierung mit dem Einsatz der Chondro-Gide® Matrix."
Dr. Marie-Rose Eloy

Mit Chondro-Gide® hat Geistlich ein Kollagengerüst für geleitete Regeneration erschaffen. Die Matrix kann in Kombination mit verschiedenen etablierten Methoden zur Knorpelregeneration eingesetzt werden. Die Anwendung von Chondro-Gide® mit Techniken, die das Knochenmark stimulieren, führte zur erfolgreichen  Parallelentwicklung von Matrix und Operationstechnik, heute allgemein als AMIC® (Autologous Matrix Induced Chondrogenesis) bekannt. AMIC® kombiniert Mikrofrakturierung mit dem Einsatz der Chondro-Gide®  Matrix. Nach der Mikrofrakturierung wandern die Zellen in den Defekt. Dieser wird anschliessend mit der Matrix abgedeckt, die ein schützendes und stabilisierendes Gerüst für den „Superclot“ bietet. In dieser „biologischen Kammer“ findet die Differenzierung und Ausbildung von Reparaturgewebe statt. Die äussere Seite der Matrix ist glatt und zelloklusiv. Sie verhindert, dass Zellen in die Gelenkhöhle diffundieren und schützt sie vor mechanischer Belastung.

Unabhängig davon, ob die Zellen direkt im Defekt durch Mikrofrakturierung gewonnen werden, auf die Matrix aufgetragen oder sogar auf der Matrix kultiviert werden, das Ziel ist die Mobilisierung körpereigener Reparaturmechanismen und die Bildung von Knorpelgewebe an der defekten Stelle.

 

Dr. Sanja Saftic
International Product Manager