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Geistlich Mucograft®

Neue Möglichkeiten zur Behandlung extraoraler Hautdefekte
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Alternativen zur Behandlung von Hautdefekten im Gesichts- und Kopfbereich

Der Ersatz von Haut bzw. die Rekonstruktion oder Behandlung von Hautdefekten gehört sowohl in der MKG-Chirurgie als auch in der plastischen Chirurgie und der Dermatologie zur alltäglichen Praxis.

Das Auftreten unterschiedlicher Hauttumorarten, insbesondere im Kopf-Hals-Bereich und der daraus resultierende Behandlungsbedarf, konfrontiert chirurgisch tätige Ärzte teilweise täglich mit der Thematik der Tumorresektion und der daraus folgenden Wundversorgung.

Neben der Behandlung bzw. der Wundversorgung nach Tumorresektion, stellen auch andere Indikationen, sowohl aus medizinischen als auch ästhetischen Gründen, den behandelnden Arzt vor die Herausforderung, Hautwunden entsprechend zu versorgen.

Lokale Verschiebelappenplastiken gelten als Goldstandard bei der Versorgung von Hautdefekten und führen, abhängig von der Technik, dem Gesundheitszustand des Patienten und dessen Compliance, zu medizinisch und ästhetisch hervorragenden Ergebnissen.

Dennoch kann, unter Berücksichtigung patienten- sowie defektspezifischer Faktoren, eine lokale Verschiebelappenplastik vom Behandler als nur bedingt oder nicht geeignet eingestuft werden. In solchen Fällen stellen autologe Hauttransplantate sowie die xenogene, resorbierbare Kollagenmatrix Geistlich Mucograft® zielführende Alternativen zur Unterstützung der Gewebe- und Defektregeneration dar.

Bei Verwendung der Geistlich Mucograft® kann auf eine Gewebeentnahme wie bei der Behandlung durch ein autologes Hauttransplantat verzichtet werden. Eine kurze OP-Zeit mit einfacher Nachversorgung und schnellem Heilungsverlauf führen zu guter Patientenakzeptanz.

Einsatzmöglichkeiten der Geistlich Mucograft® im Kopfbereich
Bei der Auswahl möglicher Indikationsbereiche der Geistlich Mucograft® in der extraoralen Anwendung ist darauf zu achten, dass die Hautareale im Defektbereich und der direkten Umgebung wenig verschiebbar, nicht zu dünn sind und keinen ständigen Bewegungen, wie z.B. im Augenlidbereich, unterliegen. Insbesondere in diesen Bereichen können material- und wundheilungsbedingte Schrumpfungen funktionelle und ästhetische Nachteile verursachen.
Mit zunehmender Größe der zu behandelnden Defekte ist darauf zu achten, dass diese nicht zu tief sind und kein direkter Knochenkontakt besteht. Das Material sollte komplett von Bindegewebe umgeben sein und das Umgebungsgewebe entsprechend weitflächig mobilisiert werden, um durch die Heilung und das Material bedingte Schrumpfungen zu kompensieren.

Wundversorgung nach Resektion von zwei Basalzellkarzinomen auf der Nase

Prof. Dr. mult. Shahram Ghanaati, Frankfurt am Main

Patient/Diagnose
Bei dem Patienten (männlich, 74 Jahre) wurden zwei Basalzellkarzinome auf der Nase diagnostiziert. Die genaueren Lokalisationen sind mittig der Nase an der Nasenwurzel und linksseitig am Übergang von der Nasenspitze zum Nasenflügel.

Behandlung
Beide Hauttumore lagen sehr nah beieinander. Eine Versorgung der Resektionsdefekte mit Geistlich Mucograft® wurde gewählt, um aneinandergrenzende Wundbereiche durch Lappenplastiken bzw. Entnahmedefekte bei einer Versorgung durch autologe Hauttransplantate zu vermeiden.


Tumorresektion auf der Stirn mit anschließender Wundversorgung

Priv.-Doz. Dr. Dr. Jan-Dirk Raguse, Hornheide

Patient/Diagnose
Bei dem Patienten (männlich, 68 Jahre) wurde ein solides Basalzellkarzinom (Tumordicke: 3,9 mm) mittig der Stirn diagnostiziert. Er leidet weiterhin an arterieller Hypertonie sowie weiteren Gesichtstumoren: Solide Basalzellkarzinome an der rechten Wange, am rechten Nasenflügel sowie einem voroperiertem Basalzellkarzinom an der linken Nasolabialfalte.

Behandlung
Der nach der Resektion des Tumors entstandene Hautdefekt wurde mit einer Geistlich Mucograft® versorgt, da ansonsten eine Rekonstruktion durch eine aufwändige Lappenplastik mit weiträumiger Mobilisation oder eine mehrzeitige Operation mit einem Hauttransplantat erforderlich gewesen wäre.